BURNOUT

Wenn die Flamme erlischt

Kennen sie das auch, sie waren erst Feuer und Flamme für Ihre Tätigkeit, voller Engagement, immer der ganze Einsatz? Waren bereit Überstunden zu leisten, über die Grenzen zu gehen?…… Und plötzlich!
Haben Sie auch in letzter Zeit immer häufiger Termine mit Freunden abgesagt? Infektionskrankheiten als Lappalie weggesteckt? Schlecht geschlafen, das Herz rast, der Blutdruck entgleist, die Kopfschmerzen fast unerträglich….. Und am Ende - bleibt ein Häufchen Asche, da springt kein Funke mehr!
Die Zahl der Fehltage, die auf Burnout zurückzuführen sind, stieg zuletzt in weniger als zehn Jahren um 70 Prozent. Lag ihr Anteil an allen Fehltagen vor 35 Jahren noch bei rund zwei Prozent, so sind es heute schon zehn, wie die Berliner Gesundheitsberatung UBGM kürzlich errechnete. (Zeit, Mai 2010)
In Deutschland sind ca. 9 Mill Menschen von Burnout betroffen, mit steigender Tendenz (Welt, Mai 2009)

Ein Burnout-Syndrom (die Depression der Erfolgreichen) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.

Glocke aufm Berg

Risiko-Eigenschaften

Es gibt verschiedene Persönlichkeitseigenschaften, die ein Burnout begünstigen, wie zum Beispiel:
  • keinen Bezug zu den eigenen Bedürfnissen herstellen
  • Perfektionismus
  • Versorgungsängste
  • Arbeit als Sucht (Workaholic)

Soziale und organisationspsychologische Ursachen von Burnout

Ein Auslöser für das Burnout Syndrom kann auch an den beruflichen Rahmenbedingungen liegen:
  • Ein beruflicher Wechsel, eine neue Arbeitsstelle, ein neuer Chef oder auch ein neues Aufgabengebiet.
  • Mangelnde Unterstützung, Anerkennung und Aufmerksamkeit, große Belastungen und Anforderungen.
Oft begünstigt eine Kombination von persönlichen Eigenschaften und Arbeitsbedingungen die Entstehung der Erkrankung. Besonders gefährlich ist es, wenn die Betroffenen sehr motiviert sind, hohen persönlichen Einsatz zeigen und hohe Erwartungen an ihre Arbeitswelt stellen, dann aber mit dem "grauen" Arbeitsalltag konfrontiert werden.

Neben dem Vortrag „Entstehung und Vermeidung von Burnout“

erhalten sie viele wertvolle Hinweise und Tipps, um wieder Kraft und Energie zu tanken.

Was Sie als Erstes ändern können, ist auf der persönlichen Ebene.

Wie steht es mit der eigenen Selbstorganisation?

Entspricht das, was und wie ich es tue auch dem, was ich anstrebe? Dazu gehören eine Situationsanalyse und die Reflexion der eigenen inneren Haltung.

Notwendige Lebensveränderungen,

d.h. eine gesunde Lebensführung anstreben von ausreichend Schlaf, bis hin zu körperlichen Aktivitäten, vermeiden von Suchtmitteln, Entspannungstechniken lernen. Zur Zufriedenheit und beruflichem Ausgleich gehören auch soziale Kontakte, und eine vernünftige Arbeitsorganisation (siehe Zeitmanagment - Selbstmanagement)

Die Unterstützung von Außen, durch den Arbeitgeber

ist eine Aufgabe der Führungskräfte. Betroffene brauchen Verständnis und Wertschätzung, und / oder Unterstützung bei Engpässen, flexible Arbeitszeitmodelle, …. Oft kann auch die Lösung in einem anderen Miteinander liegen. Dazu kann Teamentwicklung, ein Kommunikationstraining oder Konflikttraining beitragen.